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"Ohnmacht" bei Säugling


Von: Sybille K. • 27.11.2007 [21:43]
Guten Abend,

mein 6-Monate alter Sohn hatte vorige Woche 2 Tage hohes Fieber (39,5), was auch mit Fieberzäpfchen und -saft nicht deutlich (min 38,smiley zu senken war. Er fühlte sich auch merklich sehr schlecht, musste Tag und Nacht beruhigt und rumgeschleppt werden. Laut Kurzbluttest eine Virusinfektion, die Ärztin meinte auch vereinzelte Herpesbläschen im Mund gesehen zu haben, also eine "sehr kleine" Mundfäule, die bestimmt noch größer werden würde.

Dann plötzlich nach fast genau 48 Stunden Fieber schlug ein Nurofen-Fieberzäpfchen überraschend an und das Fieber ging deutlich nach unten, nach weiteren 8 Stunden war er fieberfrei (ohne Zäpfchen).

Aufgrund der letzten beiden anstrengenden Tage und Nächte schlief unser Sohn an diesem ersten fieberfreien Tag 2,5 Stunden warm eingepackt im Kinderwagen auf der Terrasse durch. Dann meldete er sich wie immer (auch wie immer schlecht gelaunt, einwenig meckernd und weinerlich). Ich nahm ihn rein, zog ihn aus, nahm ihn auf den Arm, setzte mich nach 2-3 min mit ihm zusammen hin und wollte ihn stillen. Als ich ihn jedoch vor mir auf das Kissen legte wirkte er plötzlich sehr müde, als wenn er schon wieder kurz vor dem Schlafen wäre, die Augen fielen zu und er weigerte sich, an die Brust "zu gehen".

Ich wollte ihn gerade amüsiert ansprechen, dass das ja wohl nach 2,5 Stunden Schlaf nicht sein Ernst sein könne, da bemerkte ich, dass seine Gesichtsfarbe immer bleicher wurde und seine Lippen immer blauer, dann ließ er den Kopf zur Seite fallen und ich dachte, er ist tot. Er lag völlig entspannt und leblos da.

Mein Mann alarmierte sofort den Notarzt. Bis dieser nach ca. 10 min eintraf kniff ich ihn immer wieder ins Gesicht, hielt im die Beinchen hoch, sprach laut mit ihm. Anfangs reagierte er nicht (2 min???), dann immer mehr (er versuchte die Augen auf zu machen, die aber immer wieder zu fielen). Dann begann er viel zu gähnen und kurz vor dem Eintreffen des Notarztes hatte er die Augen auf, bewegte sich zwar nicht, schaute aber interessiert. Die fahle Gesichtsfarbe und die blauen Lippen waren noch da. Die Ärztin musste einwenig fummeln, bis sie den kleinen Mann am Monitor hatte, aber als ihr das gelang, war die Sauerstoffsättigung in den 90-igern und der Puls zwischen 120 und 128. Auf dem Weg ins Krankenhaus wurde es immer besser, Lippen waren wieder rot, der klein Mann bekam wieder Farbe, Puls stieg auch. Er war noch mindestens 2 Stunden putzmunter.

Krankenhaus, Intensivstation, Blutuntersuchung und Hirnwasserpunktion.

Das Schöne: alle Werte waren durchweg top, Blut, Sauerstoffsättigung, Puls, Hirnwasser. Nur ein leicht erhöhter Leberwert, der wohl die Virusinfektion bestätigte. Hirnwasser virenfrei, keine Auffälligkeiten.

Das Schlechte: keiner kann uns sagen, was das war.

Gegen jegliche Form von Krampf spreche wohl insbesondere, dass er kein Fieber (wg. Fieberkrampf) hatte und dass er danach nicht sofort geschlafen hat (wenn Hirn krampft, ist es dananch "todmüde" und muss sofort schlafen). Medikamentenunverträglichkeit (sein letztes Zäpfchen lag 10 Stunden zurück), Allergie o.ä. waren es auch nicht, dann hätte er wohl um Luft gekämpft... Dass er was mit dem Herzen haben könnte, wurde auch verneint, weil das Abhorchen und ca. 15 Stunden Monitor auf der Intensivstation wohl keine Auffälligkeiten ergeben hätten

Die am Samstag vereinzelt gesehenen Herpesbläschen im Mund waren heute (Dienstag) spurlos verschwunden. Der Anfall war Sonntag.

Nun meine Frage: HABEN SIE EINE IDEE??????????

Auf dem Monitor wurde m.E. nur Puls und Sauerstoffsättigung angezeigt. Reicht das, um Probleme mit dem Herzen zu verneinen???

In 14 tagen gehen wir zum EEG, aber unsere Kinderärztin meinte heute schon, dass dabei wohl nix rauskommen wird.

Danke für Ihre Geduld beim Lesen!!!!
Sybille
Übersicht Thema:

  "Ohnmacht" bei Säugling Sybille K. • 27.11.2007 [21:43]

  Re: "Ohnmacht" bei Säugling Dr. med. Claudia Bernholt • 28.11.2007 [10:32]

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